Dieses Tier wurde als "Mixboa" gekauft und entstand aus einer Verpaarung von Boa c. constrictor und Boa c. imperator
Dieses Tier wurde als "Mixboa" gekauft und entstand aus einer Verpaarung von Boa c. constrictor und Boa c. imperator

Die Überschrift klingt (eigentlich) schlimmer, als es wirklich ist.

 

Was ich mit dieser Überschrift jedoch zum Ausdruck bringen möchte ist, dass  viele Boa Halter nicht genau wissen, was genau sie in ihrem Terrarium liegen haben. Dieses Problem bezieht sich sowohl auf die genaue Unterart, als auch auf Lokalformen.

 

Weil die meisten "Anfänger" in der Terraristik oft ihre ersten Erfahungen in einem Zoo"fach"geschäft machen, kaufen auch viele dort ihr erstes Tier.

 

 

 

Einer der größten Fehler ist es, sich zu einem Mitleidskauf hinreißen zu lassen. Da liegt die kleine Boa in einem Terrarium mit nur einer Lichtquelle und ihr ist offenbar kalt. Also wird sich kurzer Hand dazu entschlossen, dass Tier zu retten. Natürlich fragt man den Verkäufer, was man bei der Haltung alles berücksichtigen muss und er schnürt ihnen das (überteuerte) Rund um "Sorglos"-Packet. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, wird ein zweites Tier empfohlen, da die Boa ja in einem so großen Terrarium sehr alleine ist.

Nun kommt das zusätzliche Problem, dass man bei Mixboas nie wirklich sicher sagen kann, wie groß sie werden. Es gibt Tiere, bei denen ist mit 1.5m Schluss und es gibt welche die auch gerne 3m groß werden und dementsprechenden Platz benötigen!

Bei den meisten Terrarien, die in Zoohandlungen verkauft werden, handelt es sich um Glasterrarien mit den Standartmaßen 1*0.5*0.5 m (Länge*Breite*Höhe). Hat man nun den "Worstcase" und man hat zwei Tiere erworben, die sehr schnell wachsen, so reicht das Terrarium max. 1 Jahr.

 

Und wer jetzt denkt, dieses Szenario ist ausgedacht, der irrt sich gewaltig. In einem Zoo"fach"geschäft wurde sogar versucht, einem Jungen ein Felsenpython (Python sebae) als Anfängerschlange, mit einer max. Länge von 1.4m, zu verkaufen!

 

 

Aber kommen wir wieder zum Thema zurück:

 

 

Das Problem an sich sind nicht die Mischung von Verbreitungsgebieten bzw. Unterarten, sondern das viele Halter nach Jahren feststellen, dass sie doch kein Platz mehr für ihre Boas haben und dann versuchen ihre Tiere krampfhaft , als "reinrassige" Tiere zu verkaufe, obwohl auf dem Herkunftsnachweis "nur" Boa constrictor steht. 

Da wird aus einer 50€ Boa constrictor schnell eine 300€  Boa c. constrictor, den Mischlingsboas bekommt man sogut wie nicht verkauft!

Urkundenfälschung und andere Betrugsfälle sind schon häufiger vorgekommen, als es manchen lieb wäre!

Zusätzlich verleitet der niedirge Preis von Mischlingsboas oft zu Spontankäufen, den wenn das Tier aufgrund von Inkompetenz stirbt, dann sind ja nur 30€ hin. Tierarzt kann man sich zusätzlich auch sparen, da die Behandlung ja ebenfalls teurer als die Schlange wäre.

 

 

Als Anfänger in der Boa-Haltung muss man sich daher vorher genau überlegen was man möchte. Eine schöne, robuste Einsteigermixboa, einen hochgezüchteten Farbmorph oder ein unterarten- und lokalreines Tier.

Wenn man sich für nur eine Boa interessiert und keinerlei Zuchtambitionen hat, so braucht man nicht unbedingt hunderte von Euros mehr ausgeben, nur um ein reinrassiges Tier zu erwerben. In dem Fall wäre es auch damit getan, eine 25€  Boa c. ssp. zu erwerben und damit glücklich zu werden.

 

Spielt man jedoch mit dem Gedanken, die Tiere züchten zu wollen, so stehen einem zwei Wege zur Verfügung:

 

Unterarten und Lokalvarianten

 

oder

 

Farbmorphen

 

Beides hat definitiv seinen Reiz, jedoch bin ich, wie ihr meiner HP entnehmen könnt, bei den verschiedenen Unterarten und Lokalvarianten gelandet :o)

 

 

 

 

 

 

Boa c. imperator aus Kolumbien sind hervorragende Einsteigerboas, die jedoch eine beachtliche Größe erreichen können!
Boa c. imperator aus Kolumbien sind hervorragende Einsteigerboas, die jedoch eine beachtliche Größe erreichen können!
Boa c. ssp.. Bei diesem Tier handelt es sich um eine stark hypomelanistisches Farbvariante. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es auch natürlich vorkommende Hypomelanisten, wie Hogg Island Boas gibt!
Boa c. ssp.. Bei diesem Tier handelt es sich um eine stark hypomelanistisches Farbvariante. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es auch natürlich vorkommende Hypomelanisten, wie Hogg Island Boas gibt!
manche Boas weisen ausgefallene Zeichnungen auf. Diese junge Boa c.c. ist eine Farmnachzucht aus Guyana
manche Boas weisen ausgefallene Zeichnungen auf. Diese junge Boa c.c. ist eine Farmnachzucht aus Guyana
Diese junge Boa c.c. aus Pucallpa/Peru entwickelte auf einmal eine ausgeprägte Schwarzfärbung
Diese junge Boa c.c. aus Pucallpa/Peru entwickelte auf einmal eine ausgeprägte Schwarzfärbung

Copyright:  
Die Texte, Bilder und andere Angebote dieser Internet-Seite unterliegen dem

UrHG und sind nicht zur Verwendung freigegeben.  Sie dürfen weder ganz

noch teilweise ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Urhebers vervielfältigt

oder veröffentlicht oder in einem Informationssystem gespeichert werden